Welche Führungskraft möchte ich sein?

Junge Führungskräfte sehen sich zu Beginn ihrer Tätigkeit mit gewaltigen Herausforderungen und zahlreichen Fallen konfrontiert. Mitarbeiter, die hinter den gestellten Aufgaben keinen Nutzen erkennen, identifizieren sich nicht mit ihrem Job und dem Unternehmen. Für die Motivation aller ist es unabdingbar, die Kollegen in Meetings und persönlichen Gesprächen auf den neuesten Stand hinsichtlich der aktuellen Kennzahlen und der unternehmerischen Zielsetzungen zu bringen.

Führungskräfte, die von den Mitarbeitern positiv wahrgenommen werden, treffen Entscheidungen, kommunizieren sie offen und nachvollziehbar an die Belegschaft und übernehmen die Verantwortung dafür.

Nachwuchsmanager müssen sich mit der Frage auseinandersetzen: Welche Führungskraft möchte ich sein? Wer dies nicht tut, läuft Gefahr, einen autoritären Führungsstil auszubilden oder zu weich im Bereich der Mitarbeiterführung zu reagieren. Beide Führungsstile beinhalten Gefahren. Wer Arbeitsanweisungen mit Drohungen durchsetzt, verliert den Rückhalt bei den Mitarbeitern. Wer zu jedem Kollegen ein kumpelhaftes Verhältnis pflegt, wird bald nicht mehr ernst genommen. Insbesondere junge Führungskräfte sind häufig stark auf die eigene Karriere fixiert und sehen die aktuelle Position nur als Zwischenschritt. Dabei wird übersehen, dass gerade die Nichtbeachtung der Fallstricke, einen weiteren Aufstieg verhindern kann.

Optimalerweise wägen junge Führungskräfte in einem Gespräch mit einem Coach das Für und Wider des jeweiligen Führungsstils ab. Während bestimmte Techniken, wie das Delegieren von Aufgaben und das Vereinbaren von Zielen erlernt werden können, besteht bei den vorhandenen Charaktereigenschaften und Anlagen wenig Handlungsspielraum. Nachwuchsmanager sollten sich mit der Frage auseinandersetzen, ob sie die Anforderungen aus dem Jobprofil erfüllen können und wollen. Ein Coaching wirkt auf diesem Weg des Erkenntnisgewinns wie ein Beschleuniger und unterstützt die Betroffenen bei der Entscheidungsfindung.