So wirken Sie einem Boreout entgegen

Boreout – die Langeweile und Unterforderung am Arbeitsplatz – ist ein Phänomen, das genau wie Burn-Out zur Entstehung von psychischem Stress bis hin zur Depression führen kann. Der wichtigste Schritt für alle Betroffenen ist das Eingeständnis, unter beruflicher oder fachlicher Unterforderung zu leiden. Idealerweise wird ein Tagebuch geführt, in dem sämtliche Tätigkeiten aufgelistet und in Kategorien von wichtig bis langweilig eingeteilt werden. Sobald Klarheit über die Ausgangssituation besteht, sollte das Gespräch mit dem Vorgesetzten gesucht werden. Dabei sollten Sie es vermeiden, mit der Tür ins Haus zu fallen. Formulieren Sie positiv und machen Sie sich im Vorfeld Gedanken, welche Vorschläge für eine ausgefülltere Tätigkeit Sie Ihrem Chef unterbreiten können.

Ist der Zustand des Boreout weit fortgeschritten, bleibt häufig nur eine berufliche Umorientierung als letzter Ausweg. Entweder bilden Sie sich selbst auf einem interessanten Fachgebiet weiter, mit dem Ziel einen Abschluss zu machen oder Sie suchen sich eine neue Herausforderung außerhalb des derzeitigen Unternehmens. Am schlimmsten ist es, eine unbefriedigende berufliche Situation aus Gründen der Loyalität oder der Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes hinzunehmen. Boreout ist kein anerkanntes Krankheitsbild und einen Weg aus dem Dilemma können die Betroffenen nur selbst finden.

Allerdings ist es für Personen mit Boreout nicht einfach, allein die Initiative zu ergreifen und die erforderlichen Veränderungen auf den Weg zu bringen. Ein Coach unterstützt Sie bei diesem Vorhaben und entwickelt gemeinsam mit Ihnen eine Strategie zur Lösung des inneren Konfliktes. Nach einer gründlichen Analyse mit der Suche nach den Gründen für die Unterforderung werden verschiedene Lösungsansätze unter die Lupe genommen.

Dass der Verdienst in dieser Situation eine untergeordnete Rolle spielt, wird den von Boreout betroffenen Menschen spätestens dann klar, wenn der Gesamtzustand zu einer ernsthaften psychischen Belastung geworden ist.