So äußert sich Unterforderung am Arbeitsplatz

Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen – die typischen Symptome bei Überforderung im beruflichen Alltag kennen die meisten Arbeitnehmer. Dass die gleichen Symptome auch bei Unterforderung auftreten können, wissen die wenigsten. Immer wieder der Gang zum Kaffeeautomaten, sinnlose Recherchen im Internet und zwischendurch der gequälte Blick auf die Uhr. Langeweile im Job kann zu handfestem Stress führen. Wer auf der Arbeit nur die Zeit totschlägt, statt sich mit wichtigen Aufgaben zu beschäftigen, entwickelt die gleichen Stresssymptome wie ein Arbeitnehmer, der ständig unter Überforderung leidet.

Der Grund ist in der menschlichen Psyche zu finden. In der Praxis kommt es auf die richtige Mischung aus angespannten und entspannten Phasen an. Wer sich permanent unterfordert fühlt, wird krank, wie Mediziner wissen. Nur, wer den beruflichen Alltag mit sinnvollen Tätigkeiten füllt, fühlt sich am Ende des Tages zufrieden und ist mit sich selbst im Reinen. Anderenfalls macht sich die Unterforderung in Form von Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Frust, Magenschmerzen und Depressionen bemerkbar. Dabei ist die Anspannung bei den Betroffenen meist groß. Sie versuchen die Unterforderung in der Regel zu unterdrücken und zu verstecken.

Zwar ist die Zahl der Arbeitnehmer, die unter Unterforderung leiden deutlich geringer, als die derjenigen, die sich überfordert fühlen, doch das Phänomen ist längst in vielen Berufen präsent. Die Betroffenen wechseln als letzten Ausweg häufig den Job, um in einer anderen Tätigkeit Erfüllung zu finden.

Im Rahmen eines Coachings wird Ursachenforschung betrieben, um das Problem bei der Wurzel zu packen. In Gesprächen finden die Betroffenen heraus, warum sie sich unterfordert fühlen und welcher Job ihnen mehr Spaß machen würde.