So sprechen Sie Probleme mit dem Chef an

Konflikte sind im Arbeitsalltag normal. Weitaus häufiger als unter Kollegen kommt es zu Konfliktsituationen mit dem Vorgesetzten. Das Verschleppen von dringend erforderlichen Aussprachen ist keine Lösung. Die Unzufriedenheit bleibt und schwelt unter der Oberfläche. Bereits ein banaler Zwischenfall kann in dieser Situation ausreichen, um das Fass zum Überlaufen zu bringen. Richtig ist, dass es Überwindung kostet, den Chef anzusprechen, um Probleme aus der Welt zu schaffen. Dessen ungeachtet ist dieser Schritt zwingend für den Erhalt eines konstruktiven Arbeitsklimas erforderlich.

Ein Gespräch, in dem Probleme mit dem Chef angesprochen werden, muss gründlich vorbereitet werden. Tunlichst vermieden werden sollte das Üben von Kritik vor anderen Kollegen. Dieses Vorgehen wird als Bloßstellung empfunden und fordert eine Gegenreaktion heraus. Fingerspitzengefühl ist gefragt im Umgang mit Vorgesetzten. Dabei geht es nicht darum, dem Chef mit Komplimenten zu überschütten, sondern das Gespräch mit einer positiven Einleitung zu beginnen. Offen hervorgebrachte Vorwürfe und lautstarkes „Dampf ablassen“ sind immer kontraproduktiv – nicht nur im Gespräch mit dem Chef. Besser, Sie haben bereits einen Lösungsansatz im Gepäck, den Sie Ihrem Vorgesetzten unterbreiten können.

In der Praxis haben viele Angestellte eine Hemmschwelle, die es Ihnen unmöglich macht, den Chef auf Probleme anzusprechen. Manchmal steckt Unsicherheit hinter dieser Hemmschwelle, manchmal die Angst vor beruflichen Nachteilen. In dem Wissen, dass ein Gespräch mit dem Vorgesetzten unvermeidlich ist, sollten Sie sich frühzeitig Hilfe bei einem Coach holen. Gemeinsam analysieren Sie die Situation, setzen Prioritäten und definieren ein Minimalziel für das Gespräch.

Im Rahmen des Coachings wird eine Strategie erarbeitet, bei der der Fokus auf einer lösungsorientierten Gesprächsführung steht.