So gehen Sie gegen Mobbing am Arbeitsplatz vor

Mobbing wird im Arbeitsalltag nicht immer sofort als solches identifiziert, da die Attacken meist verdeckt erfolgen und Intrigen nicht auf Anhieb durchschaut werden. Verdichten sich die Hinweise, dürfen Opfer nicht den Kopf in den Sand stecken und innerlich den Rückzug antreten. Rechtzeitiges Handeln ist das Gebot der Stunde, um den Zustand so schnell wie möglich zu beenden. Mit einem selbstbewussten Auftreten, indem Sie sich beispielsweise für unberechtigt erhobene Vorwürfe nicht reflexhaft rechtfertigen, treten Sie den Schikanen entgegen. Bewährt hat sich, bereits im Anfangsstadium mit dem Mobber das Gespräch zu suchen. Ist der Prozess weit fortgeschritten, ist dieser Schritt meistens zum Scheitern verurteilt.

Zum Zwecke der Dokumentation sollten Mobbing-Opfer ein Tagebuch führen, in dem die einzelnen Attacken festgehalten werden. Einerseits führt das Notieren der eigenen Befindlichkeiten aus einer passiven Haltung heraus, andererseits erleichtert Ihnen das Mobbing-Tagebuch später die Beweisführung. Ganz wichtig: Ziehen Sie Ihren direkten Vorgesetzten hinzu und wenn dieser nichts unternimmt, wenden Sie sich an die darüber stehende Führungsebene.

Zahlreiche Mobbing-Opfer fühlen sich durch willkürliche Attacken in die Defensive gedrängt. Auf fortlaufende Provokationen reagieren sie mit Rückzug, der früher oder später in die Isolation führt. Gerade in dieser Situation ist es jedoch wichtig, den Kontakt mit anderen Kollegen zu halten und der Firmenfeier nicht aus falsch verstandener Scham fernbleiben.

Da es für die Betroffenen schwer ist, selbst einen Ausweg aus der Mobbing-Falle zu finden, sollte die Unterstützung eines Coaches in Anspruch genommen werden. Er hilft Ihnen bei der Selbstreflexion und schärft den Blick für die Eigenwahrnehmung. Primäres Ziel des Coachings ist es, eine individuelle Strategie zu entwickeln, um der Schikane am Arbeitsplatz ein Ende zu bereiten.